Kammerjäger helfen in manchen Notlagen – und vor allem in Wohnungen so genannter Messies sind sie unentbehrlich. Messies sind Menschen, die über viele Jahre krankhaft alles sammeln, was sie nur irgendwie können. Sie schaffen es nicht, sich von Müll, Tüten und Schachteln, alter Kleidung oder anderen Dingen zu trennen, und so sammelt sich über eine gewisse Zeit eine unübersichtliche Menge an Unrat an, in der sich dann auch Ungeziefer einnisten kann.
Meistens bleibt der Zustand dieser Wohnungen für lange Jahre unerkannt und geheim, sodass der Kammerjäger keinen Zutritt zu den Räumen bekommt, obwohl es längst Zeit wäre. Die Messies leben zusammen mit allerlei Milben und Schaben, aber auch Ratten und Mäuse gehören zu den Mitbewohnern in diesen Wohnungen. Selbst Flöhe können sich hier einnisten und zu wahren Armeen vermehren.
Erst, wenn ein Messie stirbt, oder seine Sammelleidenschaft in der Nachbarschaft durch Gerüche oder entkommenes Ungeziefer auffällt, kommt der Kammerjäger hier zum Einsatz. Meistens ist ein Entsorgungsteam sein Begleiter, sodass Zimmer für Zimmer geräumt, und die darin befindlichen Dinge der Entsorgung zugeführt werden. Nachdem der Kammerjäger sich einen Überblick über den Befall der Wohnung gemacht hat, wählt er die beste, aber dennoch unschädlichste Methode aus, um dem Ungeziefer an den Kragen zu gehen.
Mäuse- und Rattenfallen sind nur zwei der Utensilien, die der Kammerjäger in seiner Trickkiste hat. Auch chemische oder biologische Waffen stehen ihm zur Verfügung, ebenso, wie Gase, mit deren Hilfe er die Schädlinge in der Wohnung ausrotten kann. Es dauert ziemlich lange, bis die Wohnung eines Messies von allem Unrat und allen Schädlingen befreit werden kann, und die Räume wieder bewohnbar sind. Ohne den Kammerjäger und eine grundlegende Renovierung ist hier meist nichts zu machen.
