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Fasten in der Karwoche

Januar 21st, 2009 · No Comments

Die Karwoche wir bei vielen Menschen zum Fasten genutzt. Ob nun richtig gefastet wird, oder in dieser Zeit nur etwas gesünder gelebt wird, bleibt jedem selbst überlassen. Für jeden kann diese Enthaltsamkeit eine andere Bedeutung haben. Kinder versuchen, die vielen Süßigkeiten, die sie sonst so zu sich nehmen, zu reduzieren oder ganz wegzulassen. Dies ist ein kleiner Anfang, den Kindern ein bewusstes Umgehen mit Zuckersachen zu lernen. Verzicht heißt nicht, dass es verboten ist. Viel mehr geht es hier um Selbstkontrolle und konsequentes Handeln. Lieber kleine Ziele stecken, als solche, die gar nicht eingehalten werden können.

Ein Kettenraucher nimmt sich vor, ab morgen sechs Wochen keine Zigarette mehr zu rauchen. Dieses Vorhaben ist zum Scheitern verurteilt. Nimmt er sich allerdings vor, weniger zu rauchen, wird dies viel eher zu realisieren sein. Dabei stärkt sich auch das Selbstbewusstsein, weil man selbst stolz auf sich sein kann, wenn man dann wirklich um eine oder mehrere Zigaretten weniger raucht. Oft hilft es, ein Erfolgserlebnis zu haben, wenn man sich überlegt, welche schlechte Angewohnheit man sich so abgewöhnen möchte. Hilfreich ist es, Veränderungen positiv zu formulieren. Ich esse keine Sahnetorte mehr, hört sich schlimmer an, als wenn man sagt, ich esse bewusster.

Bei dem einen Satz hat man sich selbst ein Verbot erteilt, bei der anderen Variante hat man das gleiche Thema positiv formuliert. Hier dürfte man zwar die Torte essen, aber es fällt  leichter zu sagen, nein diesmal nicht. Bei Verboten hat man dann das Gefühl, genau das jetzt tun zu müssen. Beim Fasten ist es in etwa das Gleiche. Wenn jemand der Meinung ist, beim Fasten, da darf man nicht essen und so weiter, wird er die Zeit nicht aushalten. Sieht man allerdings eher die Körperreinigung und Entschlackung im Vordergrund, kann das positive Denken, zum Erfolg führen. Die Denkweise entscheidet oft über Erfolg und Niederlage.

In der Karwoche wird dies oft noch verstärkt, weil hier ein religiöser Hintergrund vorausgeht. Zugleich bereitet man sich auf das Osterfest vor. Diese Form von Fasten ist allerdings eher etwas für sehr gläubige Menschen, denn dieses Verzichten, wie man es auch nennen kann, ist in dieser Zeit sehr spirituell. Im Glauben kann man oft viel Kraft finden. Gebete helfen einem, nicht dauernd an das Essen zu denken. Meistens bilden sich Gruppen, die in dieser Zeit gemeinsam Fasten. Bei Gesprächen kann man sich gegenseitig positive Anregungen geben. So werden oftmals Gebetswanderungen veranstaltet. Da bekommt jeder sein Sportprogramm gleich mitgeliefert. Nach der Karwoche kann das Osterfest zufrieden gefeiert werden.